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Auf dieser Seite finden Sie unter "Fahndung" Hinweise zu aktuellen Fahndungen und deren derzeitigen Ermittlungsstand. Hier werden hauptsächlich die Fälle gezeigt, die an Brutalität, Rücksichtslosigkeit - gerade Schwächeren und Hilflosen gegenüber - sowie Menschenverachtung kaum noch zu überbieten sind.

Helfen Sie mit, bei der Aufklärung dieser Fälle. Vielen Dank.

2. Seite mit 34 Fahndungen
(max. 35 Fälle)



Fahndung

80.000 Euro in 8 Minuten - Überfall auf eine Sparkasse

Zwei Männer rauben eine Bank in Straubenhardt-Conweiler aus. Doch bei der Flucht läuft einiges schief. Nur um Haaresbreite können sie entkommen.

Am 1. August 2006, um kurz nach halb 10 Uhr morgens, stürmen zwei maskierte und bewaffnete Männer eine Bank in Straubenhardt-Conweiler (Kreis Pforzheim). Binnen weniger Minuten raffen die beiden Täter mehrere tausend Euro zusammen. Dann flüchten sie in einem dunklen Fort Fiesta.

Doch die Flucht verläuft nicht plangemäß: Einmal verlieren die Männer kurzzeitig die Kontrolle über ihren Fluchtwagen und fahren mit vollem Karacho durch ein Gebüsch in den Garten eines Hauses in Conweiler. Die Hausbewohnerin beobachtet die Männer, die verzweifelt versuchen, den Wagen aus dem Garten zu fahren. Nur mit Mühe können die Täter das Auto wieder flott machen und ihre Flucht fortsetzen.

Eine halbe Stunde nach dem Überfall wird der Wagen in einem Waldstück bei Straubenhardt-Conweiler von der Polizei verlassen aufgefunden. Wie sich herausstellte, war er zuvor gestohlen worden.

Täterbeschreibung:
Die beiden Täter waren zwischen 20 und 30 Jahre alt und schlank. Sie trugen helle Schlapphüte (so genannte "Anglerhüte"), darunter dunkle Sturmhauben mit Sehschlitzen.

Der Wortführer trug eine helle Hose mit großen Taschen ("Cargo-Hose"), ein dunkles Sweat-Shirt mit auffälligen, hellen Streifen im Schulterbereich und sprach Deutsch mit osteuropäischem Akzent (der allerdings vorgetäuscht sein könnte).

Tatfahrzeug:
- Drei Tage vor dem Überfall - in der Nacht zum 29. Juli 2006 - hatten die Täter ihr Fluchtfahrzeug in Esslingen gestohlen. Es handelt sich um einen Ford Fiesta, älteres Modell, Baujahr 1994, schwarz, viertürig. Auffällig: Anhängerkupplung und leichte Beschädigung am Heck. Das Kennzeichen wurde mehrere Mal gewechselt. Das ursprüngliche Esslinger-Kennzeichen des Wagens wurde relativ schnell durch ein Aalener Kennzeichen (AA-TC 101) ersetzt. Beim Unfall verwendeten die Täter ein Karlsruher Kennzeichen (KA-ID 5577).

Ermittlungsfragen:
- Wo wurden die beiden Männer vor der Tat am 1. August 2006 in dem dunklen Ford Fiesta gesehen?
- Wer weiß, wo sie sich zwischen der Tat am 1. August 2006 und dem Diebstahl des Fluchtautos am 29. Juli 2006 aufgehalten haben?
- Wer hat gesehen, wie die Täter aus dem Waldstück bei Conweiler geflohen sind?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, sind Belohnungen von insgesamt 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Pforzheim, Telefon (07231) 18 60

Fahndung

Kurz vor der Hochzeit - Bräutigam erschossen

Es geschah am helllichten Tag, vor den Augen mehrerer Zeugen. Ein unbekannter Mann rennt zielstrebig auf Giuseppe Rodriguez zu und tötet ihn vor seiner Wohnung. Alles geht blitzschnell, vermutlich hat das Opfer seinen Mörder nicht einmal kommen sehen.

Donnerstag, 4. Mai 2006. Der 25-Jährige Giuseppe Rodriguez kommt gegen 19.30 Uhr vom Einkaufen zurück und parkt vor seiner Wohnung. Pepe, wie ihn seine Freunde nennen, lebt im 8. Stock eines Hochhauses in Hilden. Bevor es ans Kochen geht, will der Außenhandelskaufmann nur schnell zwei leere Flaschen in den Containern vor der Tür entsorgen. Doch als Giuseppe an den Mülleimern steht, kommt auf einmal der Täter angerannt. Er stellt sich wortlos hinter Pepe, eine Pistole in der Hand. Ein Schuss fällt, dann flüchtet der Unbekannte. Der Mord geschieht vor den Augen mehrerer Zeugen.

Besonders tragisch: Pepe hatte sich gerade verlobt, ein Hochzeitstermin stand bereits fest. Auch beruflich lief bei dem 25-Jährigen alles glatt. Ein Motiv für die Tat ist für die Ermittler der Kripo in Düsseldorf bis heute nicht erkennbar.

Tatort:
Die Tat geschah vor den beiden Hochhäusern in der Beethovenstraße 31 und 33 in Hilden. Der Tatort liegt direkt bei den Mülltonnen vor dem Haus.

Personenbeschreibung:
Der Täter ist 20 bis 30 Jahre alt, dunkle, leicht krause Haare, Bart. Er trug zur Tatzeit dunkle Kleidung und eine dunkelblaue Baseballkappe. Vielleicht ist er Brillenträger.

Giuseppe Rodriguez

Tatwaffe:
Der Täter verwendete eine schwarze Pistole, Kaliber 22.


Ermittlungsfragen:
Der Unbekannte wurde von Zeugen bereits mehrere Tage vor dem Verbrechen in Tatortnähe beobachtet. Wer hat ihn ebenfalls vor der Tat gesehen oder kann sagen, wohin er geflüchtet ist?
Wer kann nähere Angaben zum Privatleben von Giuseppe Rodriguez machen?


Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, sind Belohnungen von insgesamt 12.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Düsseldorf, Telefon (0211) 87 00

Fahndung

Platz da! - Dreister Bankräuber in Rödermark überfällt gut besuchte Bank

Am 4. Mai 2006, gegen 16.30 Uhr ist in einer Bank in Rödermark Hochbetrieb - doch das stört einen dreisten Räuber nicht. Er stürmt maskiert die Bank, schubst einen Kunden beiseite und fordert mit gezückter Waffe Geld. Kurze Zeit später verlässt der Mann seelenruhig die Bank - mit mehreren 10.000 Euro in einer blauen Plastiktüte. Aber: zwei Zeugen können den Täter beschreiben, denn sie beobachten, wie er unmaskiert auf einem Herrenfahrrad die Flucht antritt.

Täterbeschreibung:
Der Mann ist 25 - 30 Jahre alt, ca. 1,95 - 2,00 Meter groß, schlank, eingefallene Wangen. Er sprach akzentfrei Deutsch und trug eine Art Anglerhut mit umlaufenden Streifen und ein blaues Kapuzenshirt.
Auffällig: Der Täter trug am kleinen Finger der linken Hand einen goldfarbenen Ring.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat bzw. zur Festnahme des Täters führen, sind Belohnungen von insgesamt 3.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Offenbach, Telefon (069) 80 98 0

Fahndung

Familiendrama in der Schweiz - Fahndung nach Franz Ammann

Das Familiendrama ereignete sich am 25. April 2004 in Muttenz/ Kanton Basel-Landschaft. Zuvor soll Franz Ammanns Tochter ihrem Vater sexuelle Übergriffe vorgeworfen haben, die er jedoch bestritt. Am Tattag soll Ammann dann seiner Tochter und ihrem Freund vor deren Wohnung aufgelauert haben. Am Hauseingang soll es zum Streit gekommen sein, in dessen Verlauf Ammann eine Waffe gezogen und zweimal geschossen haben soll. Eine Kugel traf die Tochter in den Rücken und verletzte sie schwer.

Personenbeschreibung:
Franz Ammann ist 48 Jahre alt, 1,75 Meter groß, braunmeliertes Haar. Früher trug er - wie auf diesem Foto - einen Schnauzbart. Nach Zeugenaussagen könnte er sich in Deutschland aufhalten.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Festnahme des Gesuchten führen, ist eine Belohnung von 10.000 Schweizer Franken ausgesetzt, das sind rund 6.500 Euro.

Zuständig: Kantonspolizei Zürich, Telefon (0041) 44 - 24 72 21 1

Fahndung

Raubüberfall auf Leihhaus - Täter warteten morgens auf Filialleiterin

Das Trio überfällt die Angestellte, als sie gerade die Tür des Leihhauses aufschließen möchte. Es folgen qualvolle Minuten für die Filialleiterin, in denen sie mehrfach bedroht, geschlagen und schließlich gefesselt wird. Die Täter gehen ein hohes Risiko ein, denn jede Sekunde kann ein weiterer Angestellter eintreffen.

Am frühen Morgen des 24. Januar 2007 gerät ein Leihhaus in Hamburg-Ottensen in das Visier Krimineller. Gegen 6.40 Uhr beobachtet ein Zeuge drei Männer, die - einheitlich gekleidet - auffallend lange vor dem Leihhaus warten. Etwa eine Stunde später trifft eine Arzthelferin ein. Die junge Frau arbeitet in der Arztpraxis im selben Haus und schließt jeden Morgen als erste die Eingangstür auf. So können sich die Täter unbemerkt in das Gebäude schleichen. An der Tür zum Leihhaus wartet das Räuber-Trio schließlich auf die Ankunft einer Angestellten. Wenig später betritt die Filialleiterin das Gebäude. Die Männer überfallen sie an der Tür und bedrohen sie. Schließlich zwingen sie die völlig aufgelöste Frau, die Tresore zu öffnen und beim Verstauen der Beute zu helfen. Gefesselt muss die Angestellte mit ansehen, wie die Täter die Flucht ergreifen. Der Wert ihrer Beute, die vorwiegend aus Schmuckstücken besteht, beträgt mehrere hunderttausend Euro.

Tatort:
Der Tatort liegt nicht weit vom Bahnhof Altona, in der Straße "Am Felde" unweit der Fußgängerzone "Ottenser Hauptstraße".


Täterbeschreibung:
Einer der Täter war 25 - 30 Jahre alt, ca. 1,80 m groß, kräftige Figur, schwarze, kurze Haare, 3-Tage-Bart, vermutlich Osteuropäer.

Die anderen beiden Täter waren etwas kleiner, etwa 1,75 m groß, vermutlich ebenfalls Osteuropäer.

Zur Tatzeit trugen alle drei Männer eine blaue Latzhose und rot-schwarz karierte Jacken. Zeitweise hatten sie eine Leiter dabei.

Ermittlungsfragen:
Wer hat die Männer am 24. Januar 2007, gegen 8 Uhr morgens, in der Nähe des Tatorts? Am Tattag war ein Güterzug zwischen Pinneberg und Elmshorn entgleist.

Wer hat die Täter bei der Flucht beobachtet? Wahrscheinlich flüchteten die Männer mit einem größeren Pkw oder kleinem Transporter.

Geraubt wurde unter anderem eine Damenarmbanduhr aus Gold von Cartier. Modell "Montre Colisee". Wo wurde dieses Schmuckstück zum Verkauf angeboten?

Am Tatort fand die Polizei einen Zipper, also den Griff eines Reißverschlusses. Die Polizei geht davon aus, dass ihn einer der Täter verloren hat. Wer kennt jemanden, dem ein solcher Zipper fehlt.


Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 15.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Hamburg, Telefon (040) 42 86 50

Fahndung

Hilferufe nach Feierabend - Messerattacke auf 64-jährige Ladenbesitzerin

Am 29. November 2005 gegen 17 Uhr fällt ein Mann in einer Einkaufspassage in Neunkirchen Passanten auf. Er verhält sich eigenartig, läuft auf und ab. Eine Stunde später schlägt derselbe Mann zu: Er überfällt die Inhaberin eines Resteladens und verletzt sie mit einem Messer schwer. Bis heute rätselt die Polizei über das Motiv des Täters.


Täterbeschreibung:
Der Unbekannte ist ca. 50 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, hager, brauner Bart. Er trug eine dunkle Brille und eine dunkle Wollmütze und wirkte sehr ungepflegt.

Ermittlungsfragen:
Wer hat den Täter am Dienstag, dem 29. November 2005, vor der Tat in der Einkaufspassage zwischen Bahnhofstraße und Gasstraße in der Innenstadt von Neunkirchen gesehen?


Zuständig:
Kripo Neunkirchen, Telefon (06821) 20 30


Fahndung

"Wenn ich nicht zurückkomme, ruf die Polizei" - Mord an 53-jährigem Kroaten

Vor seinem Tod bekommt Luka Grgic einen mysteriösen Anruf auf seinem Handy. Danach fährt der 53-Jährige ohne Erklärung davon - und steuert zuerst den Hauptbahnhof, später den Flughafen in Frankfurt an. Mit wem will sich Luka Grgic treffen? Warum diese Geheimniskrämerei? Wenig später wird Luka Grgic ermordet.

Luka Grgic

Am 24. April 2007 macht eine Reiterin im hessischen Rosbach eine schreckliche Entdeckung: Im Gras, nahe eines Reiterhofs, liegt eine männliche Leiche. Der leblose Körper ist übersäht mit Verletzungen.

Der Tote ist Luka Grgic. Der 53-jährige Stapelfahrer, der zusammen mit seiner Familie in Remscheid wohnte, war am frühen Abend des 21. April 2007 unter mysteriösen Umständen verschwunden.

Während einer Autofahrt mit seiner Familie bekam der 53-jährige Kroate einen Anruf auf seinem Handy. Daraufhin bat er seine Frau und seinen Sohn, sofort auszusteigen und nach Hause zu laufen. Den Grund verriet Luka Grgic seiner Familie nicht. Gegen 21 Uhr meldete er sich dann vom Frankfurter Hauptbahnhof telefonisch bei seiner Familie. "Wenn ich nicht zurückkomme, ruf die Polizei", sagte Luca Grgic am Telefon zu seiner Frau. Warum er Angst um sein Leben hatte, verschwieg er. Gegen 22 Uhr telefonierte er ein letztes Mal, diesmal vom Frankfurter Fernbahnhof aus. Danach muss er seinen Mörder getroffen haben.

Die Obduktion ergab später: Luka Grgic wurde vor seinem Tod gefoltert. Sein Mörder tötete ihn an einem unbekannten Ort. Dann deponierte er die Leiche des Kroaten in der Nähe des Reiterhofs.

Verschwundene Gegenstände:
Aus dem Besitz von Luka Grgic fehlen folgende Gegenstände:
Schwarze Leder-Geldbörse mit schätzungsweise 200 Euro sowie der EC-Karte, Führerschein und Kfz-Schein, ausgestellt auf Luka Grgic, Pkw-Schlüssel des Auto von Luka Grgic, einen Daimler Benz, Typ C 220, BJ 2002

Nokia-Handy, Modell 3510 mit blauer Griffschale

Ermittlungsfragen:
Luka Grgic wurde mit einem roten Nylonseil, Stärke 0,5 cm, gefesselt. Wer kann Hinweise auf die Herkunft des Seils geben?
Wer hat Luka Grgic am 21. April 2007 in Frankfurt gesehen? Gegen 21 Uhr befand er sich in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs, eine halbe Stunde später in der Gutleutstraße. Gegen 22 Uhr telefonierte er von einer Telefonzelle im Fernbahnhof am Flughafen in Frankfurt.
Wer weiß etwas über Kontakte, die der 53-Jährige im Frankfurter Raum hatte?
Wer hat in der Zeit zwischen dem 21. und 24. April 2007 im Bereich des Fundorts der Leiche, in der Nähe des Beinhardshof im hessischen Rosbach, eine Beobachtung gemacht, die für die Ermittlungen relevant sein könnte?


Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Friedberg/Hessen, Telefon (02631) 60 10

Fahndung

Kneipentour mit bösem Ende? - Das mysteriöse Verschwinden von Lersak Noipha

Am frühen Morgen wird der 23-jährige Thailänder Lersak Noipha dabei beobachtet, wie er ins Auto eines unbekannten Mannes steigt. Es ist die letzte Spur von Dong, wie Noipha von seinen Freunden genannt wird. Die Kripo vermutet, dass sich hinter dem Verschwinden von Dong ein Gewaltverbrechen verbirgt.

Lersak Noipha

Am 25. Januar 2007 verschwindet Lersak Noipha, kurz Dong, nach einem Kneipenbesuch. Der 23-Jährige gebürtige Thailänder besuchte am Abend zusammen mit seinem Exfreund mehrere Homosexuellen-Bars in Frankfurt/Main. Dort lernte Dong auch einen Unbekannten kennen. Am frühen Morgen will der Ex-Freund Dong nach Hause fahren, doch als er aus einer Kneipe kommt, steht der 23-Jährige bei dem Auto des Unbekannten. Er unterhält sich kurz mit ihm, dann steigt er kommentarlos in dessen Auto. Seitdem ist Dong spurlos verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass der Thailänder ermordet worden ist.

Bis heute weiß die Polizei nicht, wer der mysteriöse Mann sein könnte, in dessen Auto Dong gestiegen ist. Der Unbekannte ist 28 - 30 Jahre alt, 1,70 - 1,75m groß, dunkelblonde, schulterlange Haare, insgesamt ungepflegte Erscheinung. Er trug eine abgetragene Wildlederjacke mit Fellkragen, auffällige, dicke Ohrringe auf beiden Seiten und an jeder Hand drei Ringe. Die Polizei sucht dringend nach diesem Mann.

Örtlichkeiten:
Dong besuchte in der Nacht die Disco "Blue Angel" in der Brönnerstraße in Frankfurt/Main. Danach war er in der Kneipe "Zur Hex" in der Gelbehirschstraße, Nähe Konstabler Wache. Gegen 4 Uhr verließ er dieses Lokal.

Personenbeschreibung von Lersak Noipha:
Lersak Noipha, kurz Dong, ist 1,60 m groß, schlank, schwarze, kurze Haare. Er spricht Deutsch mit asiatischem Akzent. Auffällig: Auf dem linken Schneidezahn trägt er einen kleinen Brillanten. Am Tag seines Verschwindens trug er Jeans und einen Rollkragenpullover mit der Aufschrift "Gay". Darüber eine Ski-Jacke von Ralph Lauren, dunkelblau und weiß, mit einem kleinen Brandloch unter der Brusttasche und eine Swatch-Uhr, Modell "Lucky 7".

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Frankfurt/Main, Telefon (069) 75 50 0, (069) 75 55 11 08 und
(069) 75 55 45 10

Fahndung

Mord an Willi Balbach - Was wollte der Täter mit dem Apfelmost?

Die Kripo findet am Tatort eine 5-Liter-Rotweinflasche, mit Apfelmost gefüllt. Dem Opfer gehörte sie nicht. Aber warum brachte sie dann der Mörder zum Tatort?

Der 85-jährige Willi Balbach wohnt in einem Mehrfamilienhaus in Stuttgart. Am Abend des 23. Oktober 2006, gegen 19.30 Uhr, bekommt Willi Balbach von einem unbekannten Mann Besuch. In den darauf folgenden Stunden dringen laute Poltergeräusche aus der Wohnung des 85-Jährigen, die von mehreren Nachbarn wahrgenommen werden.

Am nächsten Tag nach 16.30 Uhr besucht vermutlich derselbe Mann Willi Balbach erneut. Er schlägt ihn mit einem Gegenstand so schwer auf den Kopf, dass der Rentner wenig später an den Folgen dieser Verletzung stirbt. Der Täter fesselt und knebelt den 85-Jährigen, dann entwendet er aus einer Truhe wertvolle Münzen, die er in zwei Koffer packt. Die Beute hat einiges an Gewicht. Deshalb - so vermutet die Polizei - verlässt der unbekannte Mann für einen Moment die Wohnung seines Opfers, um sein Auto näher heranzufahren. Wenige Minuten später kehrt er zum Tatort zurück, um die Beute zu holen. Doch er wird vom Sohn des Opfers gestört. Vermutlich schafft es der Täter nur um Haaresbreite, sich zu verstecken und so unentdeckt zu bleiben. Als der Sohn die Wohnung verlässt, um Hilfe zu holen, gelingt dem Täter die Flucht. Seine Beute und eine 5-Liter-Rotweinflasche, mit Apfelmost gefüllt, lässt er am Tatort zurück.

Täterbeschreibung:
Der Tatverdächtige soll etwa 25-30 Jahre alt gewesen sein, 1,80 m groß, schlank, dunkle, kurze Haare, Igelfrisur, am Hinterkopf sehr kurz rasiert. Er trug einen schwarzen Anzug und ein weißes Hemd mit schwarzem Muster. Außerdem hatte er eine schwarze Aktenmappe dabei. Der Mann sprach Hochdeutsch ohne Akzent.

Zurückgelassene Gegenstände:
- 5-Liter-Rotweinflasche, mit Apfelmost gefüllt.

- Gelber Leinenbeutel, der aus einer Apotheke in Stuttgart-Zuffenhausen stammt. Der Täter hat vermutlich die 5 Liter Rotweinflasche in diesem Beutel transportiert.

- Stoff-Fetzen, mit dem das Opfer geknebelt wurde. Es handelt sich vermutlich um einen Vorhangstoff, den der Täter mitgebracht hat.

Ermittlungsfragen:
- Wo wurde der Most in die Rotweinflasche abgefüllt?
- Wer kann Angaben zu dem Vorhangstoff machen, mit dem das Opfer geknebelt wurde?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Stuttgart, Telefon (0711) 89 90 0

Fahndung

Geldautomaten gesprengt - Fahndung nach mutmaßlichen Tätern

Die Kripo Duisburg fahndet nach einer Bande, die seit Anfang November 2005 in Nordrhein-Westfalen 14 Geldautomaten in die Luft gesprengt haben soll. Allein der Sachschaden beläuft sich auf rund 300.000 Euro.

Gesuchte Personen:
Einer der mutmaßlichen Täter konnte identifiziert werden. Es soll sich um den rumänischen Staatsbürger Valentin Vasile Tugui handeln. Er ist 23 Jahre alt, 1,86 Meter groß, dunkle Haare, grün-graue Augen, athletische Figur. Er hat ein Muttermal an der rechten Wange und eine Narbe am linken Daumen.





Von drei weiteren Männern, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen könnten, gibt es folgende Beschreibungen:
Einer von ihnen (links) ist etwa 30 Jahre alt, ca. 1,75 Meter groß, schwarze Haare, dunkler Teint, gepflegte Erscheinung

Ein weiterer Unbekannter (rechts) ist ca. 1,60 Meter groß, 28-32 Jahre alt, dickliche Statur, aufgeschwemmtes Gesicht. Er soll einen Sprachfehler haben.


Der dritte Unbekannte ist 35-40 Jahre alt und von schmächtiger Statur. Er hat dünnes, helles, schütteres Haar.

Fahrzeugbeschreibung:
Bei der Geldautomatensprengung am 22. Februar 2006 in Duisburg wurde ein Audi 100 mit dem Kennzeichen OB-XH 32 verwendet. Das Fahrzeug war in der Nacht zum 3. Februar in Oberhausen gestohlen worden und wurde einen Tag nach der Tat, am 23. Februar, ausgebrannt dort wieder aufgefunden.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Festnahme der Täter führen, sind Belohnungen von insgesamt 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Duisburg, Telefon (0203) 28 00

Fahndung

Studentin ermordet - Warum musste Viktoria Wadsack sterben?

Viktoria Wadsack studiert Betriebswirtschaftslehre und wohnt allein in Kiel. Im Februar 2006 will sie ein Praktikum in Hamburg beginnen und hat deshalb via Internet einen Nachmieter für ihre Kieler Wohnung gesucht und auch gefunden. Doch zu dem Umzug kommt es nicht mehr: In der Nacht zum 21. Januar 2006 verschafft sich ein Täter mit einem Zweitschlüssel Zugang zu der Wohnung und überrascht sein Opfer im Schlaf. Viktoria Wadsack hatte diesen Schlüssel am Haus versteckt. Woher der Täter das Versteck kannte, konnte bisher nicht geklärt werden. Auch das Motiv für die Bluttat liegt noch im Dunkeln. Die Ermittlungen haben keine Motive im persönlichen Bereich des Opfers ergeben. Geraubt wurde nichts. In der Tatnacht gegen 04.00 Uhr beobachtete ein Anwohner der Hertzstraße einen Mann, der in einen abgestellten PKW einstieg.

Ermittlungsfragen:
Wer kannte Viktoria Wadsack und ist noch nicht von der Polizei befragt worden? Wer hatte eventuell über das Internet Kontakt zu ihr? Die Wohnungs-Annonce erschien auf der Seite von "Immobilienscout24" zwischen 10. und 17. Januar 2006. Die Wohnung liegt in der Hertzstraße 41 in Kiel. Wer hat auf der Internetseite ihre Anzeige angeklickt und ist bisher noch nicht von der Polizei angesprochen worden?

Der Fahrer, der in der Tatnacht in der Hertzstraße in den Pkw gestiegen war, konnte bisher nicht ermittelt werden. Das Fahrzeug war schwarz, eckig, klein, ähnlich einem Fiat Panda, mit pinkfarbenen Streifen an der Seite, die nach hinten verlaufen. Der Mann, der in das Auto einstieg, war relativ groß, etwa Anfang 20. Er trug eine längere, dunkle Stoffjacke.


Verschwundener Gegenstand:
Der Reserveschlüssel, mit dem sich der Täter Zugang zur Wohnung verschafft hatte, ist bis heute verschwunden. Auf der Vorderseite trägt er den Schriftzug "BKS 1102". Auf der Rückseite hat er die Kennung "NZLE 523-4/2".


Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, sind Belohnungen in Höhe von 20.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Kiel, Telefon (0431) 16 00

Fahndung

Jagd auf Sexualstraftäter - Mann schlägt in elf Jahren sieben Mal zu

Für die Polizei besonders interessant: Im Leben des Täters muss es einen Ortswechsel gegeben haben. Denn zuerst überfiel er Frauen in Recklinghausen, dann im 500 Kilometer entfernten Gundelfingen und Freiburg.

In der Nacht vom 14. auf 15. Februar 1996 werden zwei Frauen in Recklinghausen von einem unbekannten Mann überfallen und teilweise bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Diese beiden Fälle sind der Auftakt einer ganzen Serie von Überfällen auf junge Frauen, die an verschiedenen Orten in Deutschland passiert sind.
Nach den ersten Überfällen 1996 in Recklinghausen und einer vierjährigen Pause schlägt der Täter in Freiburg und Umgebung zu, über 500 Kilometer von den ersten Tatorten entfernt.

Am 23. Mai 2000 überfällt der Mann in Gundelfingen bei Freiburg eine 31-jährige Frau vor ihrer Kellerwohnung. Mit einem Seil würgt er sein Opfer mit solcher Brutalität, dass es fast gestorben wäre. Zu einer Vergewaltigung kommt es zum Glück aber nicht.

Am 23. Oktober 2005 überfällt der Täter zum bisher letzten Mal eine Frau in Freiburg. Er reißt sie auf einem befestigten Feldweg von ihrem Fahrrad und führt sie in ein Maisfeld, wo er ihr droht, sie schlägt und schließlich auch vergewaltigt.

In der Nähe des Tatorts findet die Polizei einen zusammengeknoteten Damenslip, den der Täter wahrscheinlich als Knebel verwenden wollte.

Täterbeschreibung:
Der Tatverdächtige soll ca. 1,70 m groß gewesen sein, sportliche Figur, dunkelblondes, glattes Haar. Er soll Deutsch mit osteuropäischem Akzent
gesprochen haben. Im
Leben des Tatverdächtigen hat es einen auffälligen Ortswechsel gegeben. Vielleicht ist der unbekannte Mann zwischen 1996 und 2000 in den Breisgau umgezogen oder ist dort viel beruflich unterwegs.

Bei den ersten drei Taten 1996 war der Mann ca. 18-25 Jahre alt und hatte seine langen Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden. Von diesen Taten gibt es zwei Phantombilder.

Bei der Tat im Jahr 2000 war der Tatverdächtige (links) etwa 25 Jahre alt, trug die Haare kurz und in die Stirn gekämmt.

Im Jahr 2005 war der Mann (rechts) etwa 30 Jahre alt und hatte eine Stoppelfrisur.

Während der letzten Tat sagte der Täter dem Opfer einen Namen: "Markus Schneider". Die Polizei konnte allerdings keinen Mann finden, der in das Täterprofil passt.

Ermittlungsfragen:
- Bei dem in der Nähe des Tatorts gefundenen Damenslip handelt es sich um einen Stringtanga mit rosa Netzeinsatz, Größe 40/42. Er wurde ab dem Jahr 2003 bei H&M im Doppelpack verkauft. Welche Frau - vielleicht aus dem Umfeld des Täters - vermisst solch einen Damenslip?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, sind Belohnungen von insgesamt 5.500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Freiburg, Telefon (0761) 88 24 88 4

Fahndung


Kein normaler Vermisstenfall - Rätselhaftes Verschwinden eines Liebespaares

Am 13. Mai 2006 verabschiedet sich Verena Dirkes von ihrer Mutter, die für zwei Wochen in Urlaub fährt. Für diese Zeit bekommt die 25-Jährige deren Auto geliehen.
Drei Tage später ruft der Freund von Verena Dirkes, Dennis H., bei der Arbeitsstelle seiner Freundin an und meldet sie krank.
Als die Mutter von Verena Dirkes Ende Mai aus dem Urlaub zurückkehrt, ist das Paar verschwunden, die gemeinsame Wohnung wurde gekündigt. Und: Das Auto der Mutter wurde innen komplett gereinigt. Der Tacho des Wagens zeigt 2.000 Kilometer mehr an. Im Auto ein leerer Benzinkanister.
Die Polizei geht davon aus, dass Verena Dirkes von ihrem Freund getötet wurde.

Zuständig: Kripo Münster, Telefon (0251) 27 50

UPDATE:
Der Lebensgefährte von Verena Dirkes wurde am 26.08.2006 tot in einem Wald bei Münster gefunden. Alles spricht dafür, dass er sich das Leben genommen hat. Von der vermissten Frau fehlt nach wie vor jede Spur.


Fahndung

Tödliche Messerstiche in Berlin - Mord an 68-jährigem Schuhmacher

Der 68-jährige Franz Quenstedt arbeitet in der eigenen Schuhmacherwerkstatt in Berlin-Neukölln. Er lebt in ärmlichen Verhältnissen. Am 17. Januar 2006 wird er zwischen 12.30 und 15.30 Uhr in der angrenzenden Wohnung mit mehreren Messerstichen ermordet und vermutlich ausgeraubt. Bis heute weiß die Polizei nur wenig über den Täter bzw. sein Motiv.

Ermittlungsfragen:
Der Täter muss durch die Ladentür geflüchtet sein. Deshalb die Frage der Polizei: Wer hat am 17. Januar 2006, zwischen 12.30 und 15.30 Uhr jemanden gesehen, der den Schusterladen in der Emser Straße 34 in Berlin-Neukölln verlassen hat?
Wem sind eventuell blutverschmierte Geldscheine nach dem 17. Januar aufgefallen?
Wer kann der Polizei Freunde und Bekannte des Opfers - auch außerhalb von Berlin-Neukölln - nennen?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: LKA Berlin, Telefon (030) 46 64 91 15 00

Fahndung

Mord vor der Haustür - Warum musste Alfred Schmidt sterben?

28. Oktober 2005, kurz nach 6.30 Uhr, in Dinslaken-Hiesfeld: Der 51-jährige Bauunternehmer Alfred Schmidt geht zu seinem Wagen, um zur Arbeit zu fahren. Da fallen mehrere Schüsse, Schmidt bricht getroffen zusammen. Vom Täter und von seinem Motiv keine Spur. Hängt die Tat mit der Immobilienfirma zusammen, die Schmidt mit Geschäftspartnern gegründet hatte und in der er als Bauleiter tätig war? Die Firma war in den vorangangenen Monaten immer tiefer in finanzielle Turbulenzen geraten und hatte sich mit Handwerksfirmen und Bauherren überworfen. Schuld daran waren u.a. finanzielle Unregelmäßigkeiten, denen Schmidt möglicherweise in den Tagen vor dem Mord auf die Spur gekommen war.

Ermittlungsfragen:
Wer hat am Morgen des 28.10.2005 um 6.35 Uhr in Dinslaken-Hiesfeld, im Sperberweg Beobachtungen gemacht, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten?

Wer kann Angaben zum persönlichen Umfeld des Ermordeten Alfred Schmidt machen? Interessant sind sowohl private als auch geschäftliche Kontakte.

Tatwaffe:
Kriminaltechniker konnten herausfinden, mit was für einem Waffentyp Alfred Schmidt erschossen worden war: eine Pistole der Marke Beretta, Modell 70, Kal. 7.65. Die Waffe gibt es in verschiedenen, leicht voneinander abweichenden Ausführungen.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Duisburg, Telefon: (0203) 28 00

Fahndung

Mord im Villen-Viertel - Tödlicher Überfall auf einen Geschäftsmann in Hagen

Die zuständige Kripo fahndet mit Hochdruck nach den beiden Tätern. Phantombilder gibt es nicht - aber dafür viele auffällige Beutestücke. Führen sie zu den Mördern?

Hagen in Westfalen, am 9. November 2006. Gegen 19 Uhr sitzt ein 55jähriger Geschäftsmann in der Sauna seines Wohnhauses im Ortsteil Emst. Als seine Lebensgefährtin kurz nach 19 Uhr von ihrer Geschäftsreise nach Hause kommt, wird sie an der Tür von zwei maskierten Tätern überfallen. Sie sprühen der Frau eine Flüssigkeit ins Gesicht und schlagen sie nieder. Während einer der Täter die Frau bewacht und immer wieder schlägt, kundschaftet der andere das Haus aus. Als er dabei auf den überraschten Geschäftsmann trifft, schießt der Täter. Der Geschäftsmann wir mehrfach getroffen. Mit letzter Kraft schleppt er sich in den Flur und bricht dort zusammen. Nun wird die Lebensgefährtin gezwungen, den Tresor zu öffnen.

Als die Täter endlich verschwinden, ist der Geschäftsmann nicht mehr zu retten. Er stirbt noch am Tatort.

Täterbeschreibung:
Beide Täter waren zwischen 30 und 40 Jahre alt, mittelgroß, kräftig, sprachen gebrochen Deutsch mit Akzent (vermutlich Balkan). Sie waren dunkel gekleidet. Maskierung: dunkle Strickmasken.

Geraubte Gegenstände:
- Orangefarbene Strandtasche aus gummiartigem Kunststoff mit Überwurf, der mit einem Knebelknopf verschlossen wird. Dieser Knopf ist abgebrochen.

- Damenhandtasche "Hermes", Modell "Birkin" aus schwarzem, narbigem Leber ("Togo")

mit silbernen Beschlägen


- Brillantenbesetztes Schloss einer Perlenkette bzw. Perlenarmbands

- Damenring von Wempe, Weißgold mit Brillanten

- Herrenarmbanduhr Rolex, Modell "Oyster Perpetual Daytona" mit Brillanten im Baguette-Schliff besetzt

- Herrenarmbanduhr Patek Philippe, Modell "Nautilus", Gelbgold

Ermittlungsfragen:
- Wer weiß, wo sich die geraubten Gegenstände heute befinden?
- Wer hat am Tatabend in der Nähe des Tatorts in Hagen/Emst Beobachtungen gemacht, die mit dem Verbrechen in Verbindung stehen könnten?
- Gegen 18 Uhr hatte ein Zeuge zwei Männer beobachtet, die aus dem Emster Wäldchen kamen und in Richtung des Grundstücks der Opfer gingen. Einer von ihnen trug eine dunkle Baseballkappe. Wer kann etwas zu diesen Männern sagen?
- Zur Tatzeit (9. November 2006, gegen 19 Uhr) stand direkt vor dem Grundstück ein dunkler LKW (wahrscheinlich 7,5 Tonnen) mit separatem Führerhaus und heller, etwas undeutlicher Firmenaufschrift am Heck. Wer kann nähere Angaben zu diesem Fahrzeug machen?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens und zur Wiederbeschaffung der Beute führen, sind Belohnungen von insgesamt 150.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Hagen, Telefon (02331) 98 62 06 6

Fahndung

Skrupellose Tat - Hochschwangere Frau überfallen und misshandelt

Ende vergangenen Jahres wird eine hochschwangere Frau überfallen und schwer misshandelt. Ein Mann tritt ihr mehrmals gezielt in den Bauch. Das Opfer wird so schwer verletzt, dass die Geburt des Babys vorzeitig eingeleitet werden muss.
In diesem Zusammenhang fahndet die Polizei in Hannover nach Hakim Ban Mouhamid.

Täterbeschreibung:
Hakim Ban Mouhamid stammt aus Algerien und ist 30 Jahre alt, 1,70 m groß, dunkles Haar, braune Augen, athletische Figur. Er spricht nur gebrochen Deutsch. Die Polizei warnt: Mouhamid gilt als gewalttätig und ist wahrscheinlich bewaffnet.

Zuständig: Kripo Hannover, Telefon (0511) 10 90

Fahndung

Schock zur Mittagszeit - Räuberduo überfällt Geldtransporter in Travemünde

Der Zufall spielte den beiden Räubern in die Hände: Weil alle Parkplätze belegt waren, parkten die Opfer den Geldtransporter an einer Wand. So konnten die Täter zuschlagen, ohne dass sie von der Straße aus gesehen werden konnten ...

Am Montag, den 16. Oktober 2006, fahren zwei Geldtransportfahrer der Deutschen Bahn mit ihrem Auto zum Travemünder Hafenbahnhof, um dort den Fahrkartenautomat zu leeren.
Zunächst läuft alles nach Plan. Doch als die Bahnangestellten um ca. 13.45 Uhr von der Leerung zu ihrem Fahrzeug zurückkehren, werden sie von einem maskierten Mann überfallen. Der Räuber bedroht sie mit einer Pistole, zwingt sie in das Innere des Geldtransporters und fesselt sie mit Kabelbindern. Dann räumt er die Geldkassetten aus der Halterung.
Ein Komplize trägt die Geldkassetten zu einem Fluchtfahrzeug. Schließlich flüchten die Männer mit ca. 100.000 Euro Beute.

Täterbeschreibung:
Die Opfer konnten nur einen der Täter beschreiben.
Er war zwischen 20 und 30 Jahre alt, etwa 1,80 - 1,90 m groß, schlank, hellbraune Augen. Er trug zur Tatzeit eine schwarze Stoffsturmhaube, ein schwarzes Oberteil, eine auffallend orangefarbene Warnweste und dunkle Lederturnschuhe mit durchsichtiger Sohle.

Erbeutete Gegenstände:
28 Geldkassetten aus Kunststoff, Farbe: Grau mit grünem Griff. Die Kassetten wurden am 19. März 2007 am Gauerter Elbdeich in Travemünde aufgefunden.

Ermittlungsfragen:
Wer hat einen Mann mit einer auffälligen orangefarbenen Warnweste am Morgen bzw. Vormittag des 16. Oktober 2006 am Travemünder Hauptbahnhof gesehen?
Wem ist zu dieser Zeit in der Nähe der Vogteistraße ein Pkw mit einer Schiebetür aufgefallen (Fabrikat unbekannt)?
Wer hat gesehen, wie die Täter die Geldkassetten entsorgt haben?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Lübeck, Telefon (0451)13 10


Fahndung

Panne im Tresorraum - Angestellter mit Räuber im Safe eingeschlossen

Am 14. November 2005 zwischen 6 und 7.45 Uhr brechen zwei Männer in eine Volksbank-Filiale in Lahnau-Atzbach bei Wetzlar ein. Dort warten sie auf die fünf Angestellten der Bank, die nach und nach eintreffen. Vier sperren sie in einen Kellerraum, ein Angestellter muss ihnen den Tresor öffnen. Kurz nach 8 Uhr flüchten die Täter mit dem Auto eines der Opfer.

Die Räuber fahren etwa 500 Meter vom Tatort in die Straße "Am Rühling". Währenddessen explodiert ein manipuliertes Geldbündel im Rucksack der Täter. Wahrscheinlich wurde dabei der Großteil der Beute unbrauchbar gemacht. "Am Rühling" steigen die Männer in ein weiteres Fluchtfahrzeug um.


Personenbeschreibung:
Beide Täter waren zwischen 35 und 45 Jahre alt, ca. 1,80 m groß, normale Figur. Sie sprachen Deutsch mit leicht osteuropäischem Akzent und trugen dunkle Jacken, Jeans und schwarze Motorradunterziehhauben mit einer Öffnung im Augenbereich. Mindestens einer der Räuber müsste rote Farbe an den Händen gehabt haben, die noch Tage nach der Tat sichtbar gewesen sein dürfte.

Fluchtfahrzeuge:
Von der Bank bis zur Straße "Am Rühling" fuhren die Täter in einem schwarzen VW Polo, einem Dreitürer. Das Auto hatten sie einem der Bankangestellten geraubt.

Von dort setzten sie die Flucht in einem dunklen, vermutlich blauen Fahrzeug fort. Nach Zeugenaussagen soll es sich dabei um einen 3er BMW compact gehandelt haben.

Ermittlungsfrage:
Wo ist nach dem 14. November 2005 Geld mit auffälliger roter Farbe aufgetaucht?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Wetzlar, Telefon (06441) 91 83 10

Fahndung

Mord vor laufender Kamera - Tatort Spielhalle: Wer erschoss Sieglinde Horn aus Gotha?

Ein unfassbares Verbrechen erschüttert die Menschen in Gotha. Am 28. Januar 2007 wird in einer Spielhalle die Angestellte Sieglinde Horn (57) von einem maskierten Täter erschossen. Der kaltblütige Mord wird von der Überwachungskamera festgehalten.

Sieglinde Horn verlässt am Sonntag, 28. Januar 2007, gegen 16 Uhr ihre Wohnung. Sie arbeitet im Schichtdienst in einer Spielhalle am Coburger Platz in Gotha. Außer Sieglinde Horn befinden sich noch zwei Gäste in der Spielhalle, als es um 19.24 zu dem schrecklichen Verbrechen kommt. Ein maskierter Mann betritt mit einer Pistole bewaffnet die Gaststätte. Der Unbekannte feuert zunächst einen Schuss in die Decke ab. Die beiden Zeugen gehen, vom Täter offenbar unbemerkt, sofort in Deckung. Der Unbekannte läuft hinter den Tresen und raubt aus der Kasse ein paar hundert Euro. Dann das Unfassbare: Obwohl Sieglinde Horn offensichtlich keinerlei Gegenwehr leistet, wird die 57-Jährige vor laufender Kamera von dem Täter erschossen. Er kann unerkannt entkommen. Sieglinde Horn hinterlässt einen Ehemann, mehrere Kinder, Enkel und Urenkel.

Täterbeschreibung:
Der Gesuchte ist ca. 1,75 m groß und hat eine kräftige Figur. Angaben zum Alter sind nicht möglich. Maskierung: Wahrscheinlich eine dunkelblaue Strickmaske. Kleidung: Jogginghose mit drei Streifen (evtl. Adidas) und eine längere Jacke, im Schulterbereich hell abgesetzt. Zu erkennen ist auf den Bilder auch eine Kapuze, die zur Jacke, aber auch zu einem Sweatshirt unter der Jacke gehören könnte.

Suche nach Zeugen:
Die Kripo sucht nach einem Mann, der ein wichtiger Zeuge in diesem Fall sein könnte. Er soll am Tatabend trotz starken Regens zu Fuß in der Nähe der Spielhalle unterwegs gewesen sein. Gegen 19.15 Uhr soll er an diesem 28. Januar beinahe in einen Unfall mit einem Auto (an der Kreuzung Bendastraße/Böhnerstraße) verwickelt gewesen sein. Danach ging der Mann über die Böhnerstraße in Richtung Coburger Platz, wo die Spielhalle liegt. Der Mann könnte den Täter also vor oder nach der Tat gesehen haben. Beschreibung des möglichen Zeugen: 30-35 Jahre, ca. 1,70 m groß, normale, eher schlanke Gestalt, rundes Gesicht, kurze dunkelblonde Haare. Bekleidung: Dunkle Hose, schwarze Jacke, helles T-Shirt mit Rundhalsausschnitt, schwarze Mütze.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Gotha, Telefon (03621) 78 0

Fahndung

Funkenschlag im Supermarkt - Räuber schweißt Tresor auf

Der Täter wusste über die Abläufe im Markt, über die Alarmanlage und über den Tresor Bescheid. Für die Polizei ein Rätsel: Woher hatte der Täter das Insider-Wissen?

Am frühen Morgen des 3. Juni 2006 findet in einem Supermarkt in Merchweiler bei Saarbrücken ein ungewöhnlicher Überfall statt. Nachdem der stellvertretende Filialleiter des Marktes nach 5.30 Uhr die Alarmanlage ausgeschaltet hat, räumt er mit zwei anderen Angestellten Produktpaletten in den Verkaufsraum. Unterdessen bricht der Täter ein Fenster im hinteren Teil des Marktes auf. Er überfällt die drei Angestellten, bedroht sie mit einem Revolver und sperrt sie in die Toilette. Dann öffnet er mit einer Schweißausrüstung in aller Seelenruhe den Tresor des Supermarktes. Der Täter entkommt mit mehreren 10.000 Euro Beute.

Tatort:
Der Tatort befindet sich in Merchweiler, Quierschieder Straße, gegenüber des Gewerbegebiets "Auf Pfuhlst" bei der A 8.

Täterbeschreibung:
Der Täter soll ca. 40 Jahre alt gewesen sein, knapp 1,65 m groß, schlank, dunkle Haare, Schnauzbart. Er war maskiert mit einer Damenstrumpfhose, die er über das Gesicht gezogen hatte und trug dunkle Kleidung. Er sprach Deutsch mit leichtem Akzent, eventuell ist er türkischer oder albanischer Abstammung. Der Täter kannte sich mit Schweißarbeiten aus und hatte Insiderwissen, was die Abläufe in dem überfallenen Supermarkt angeht.

Ermittlungsfragen:
Die beiden fast 80 kg schweren Gasflaschen, die der Täter verwendete, wurden vier Tage vor der Tat von einem Baugelände bei Saarbrücken-Burbach gestohlen. Wahrscheinlich hatte sie der Täter in der Nacht zum 3. Juni in einem kleinen Waldstück in Tatortnähe, das über die Straße "Zu den Tränken" erreichbar ist, deponiert. Wem ist der Täter mit den Gasflaschen aufgefallen?

Der Täter ist vermutlich im Besitz eines Autos, an dem - wahrscheinlich kurzzeitig - gestohlene Kennzeichen montiert waren. Denn zuvor wurden in Saarbrücken von einem Fahrzeug zwei Nummernschilder entwendet. Eines der Kennzeichen tauchte zwei Tage nach dem Überfall wieder auf. Es wurde von einem Passanten gefunden, der jetzt wichtiger Zeuge sein könnte. Die Polizei bittet den Finder des Nummernschildes, sich dringend zu melden.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Festnahme des Täters führen, ist eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Saarbrücken, Tel: (0681) 96 20 0

Fahndung

Rettung in letzter Sekunde - Täter entkommt über Hochhausfassade

19. Januar 2007: In einer so genannten Terminwohnung in Mainz empfängt eine 44-jährige tschechische Prostituierte einen Freier. Plötzlich greift der Mann sie an. Es kommt zu einem Kampf auf Leben und Tod.

Tatort ist ein mehrstöckiger Wohnblock in Mainz-Marienborn. Nachbarn werden durch die lauten Geräusche aufgeschreckt und klopfen an die Wohnungstür. Der Täter, der das Opfer gerade stranguliert, wird dadurch gestört. Die Frau kann nach draußen fliehen, wo sie von den Nachbarn erste Hilfe bekommt. Den Täter schließen sie in der Wohnung ein. Durch eine gefährliche Kletteraktion über den Balkon im vierten Stock des Mietshauses gelingt es dem Täter, zu entkommen.


Personenbeschreibung:
Der Unbekannte ist 35 - 40 Jahre alt, ca. 1,70 m groß, drahtige Figur, schwarzes, glattes, im Nacken längeres Haar mit hoher Stirn. Er hat seitlich Zahnlücken. Am Tattag trug er eine schwarze, blousonartige Lederjacke, helle Cordhose und alte, schwarze Schnürschuhe. Wahrscheinlich litt der Mann unter der Krankheit "Gynäkomastie", bei der die männlichen Brüste vergrößert sind. Der Täter hatte zwei OP-Narben unter der Brust und eine Narbe im Bauchraum. Das könnte darauf hindeuten, dass die Brüste durch eine OP entfernt worden sind - ebenso wie die krankhafte Drüse, die im Nierenbereich sitzt. Die Art der Narben lässt darauf schließen, dass die OP im Ausland durchgeführt worden ist.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Ermittlung oder Festnahme des Täters führen, ist eine Belohnung von 2.500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Mainz, Telefon (06131) 65 38 24

Fahndung

Zwölf Mal Angst und Schrecken - Räuberduo überfällt serienweise Banken und Poststellen

Die beiden Räuber planen ihre Überfälle sorgfältig und gehen dann arbeitsteilig vor. Während der eine Täter die Angestellten und Kunden mit einer Waffe in Schacht hält, erzwingt sein Komplize die Herausgabe des Geldes. Auf diese Weise hat das Duo bisher etwa eine halbe Million Euro erbeutet.

Die Bankraubserie beginnt am 6. Oktober 1999 in Chemnitz. Zwei Räuber stürmen eine Postfiliale und erbeuten mehrere tausend Euro. In den folgenden Jahren schlagen sie dann immer wieder in Banken und Postfilialen zu. Mindestens elf Überfälle in verschiedenen Städten
sollen auf das Konto der beiden Männer gehen:

27. Oktober 1999 in Chemnitz
30. November 2000 in Chemnitz
5. Juli 2001 in Zwickau
25. September 2002 in Zwickau
23. September 2003 in Zwickau
14. Mai 2004 in Chemnitz
18. Mai 2004 in Chemnitz
22. November 2005 in Chemnitz
5. Oktober 2006 in Zwickau-Eckersbach
7. November 2006 in Stralsund
18. Januar 2007 in Stralsund

Bei der Tat am 5. Oktober tritt einer der Täter allein auf. Bei diesem Überfall wird ein Auszubildender der Bank durch einen Bauchschuss lebensgefährlich verletzt.

Täterbeschreibung:
Beide Täter sprechen sächsischen Dialekt und kommen vermutlich aus dem Raum Chemnitz. Einer der Männer ist Linkshänder. Er trug zeitweise ein Baseballcap mit der Aufschrift "05", das im Zeitraum 2002 bis 2004 über die Firma "C&A" vertrieben wurde.

Sein Komplize ist 25 - 30 Jahre alt, ca. 1,80 m groß, schlank. Die Täter waren meistens mit schwarz-weißen Tüchern maskiert.

Beim letzten Überfall am 18. Januar 2007 in Stralsund trug einer der Täter eine Freizeithose, mit beidseitigen Taschen besetzt. Bis heute wird diese Hose vorwiegend im mitteldeutschen Raum durch vietnamesische Händler verkauft. Außerdem trug der Räuber auffällige Sportschuhe mit orangefarbenem Absatz der Firma "VICTORY", die durch die Schuhkette "DEICHMANN" vertrieben wird.


Bewaffnet waren die beiden Täter mit einem Revolver und einer Pumpgun, vermutlich vom Typ "Winchester Defender 12 GA". Besonderheit: Sie ist mit einem in Deutschland nicht erlaubten Pistolengriff ausgestattet.

Ermittlungsfragen:
Wer kennt Personen, die im Besitz einer solchen Pumpgun sind und in einen möglichen Zusammenhang mit der Überfallserie gebracht werden können?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und Festnahme der Täter führen, sind Belohnungen von insgesamt 22.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Chemnitz, Telefon (0371) 38 70

Fahndung

Raubüberfall im Erholungsgebiet - Mann überfällt Bank im Simmertal

Simmertal im westlichen Rheinland-Pfalz ist ein kleiner Ort mit 2000 Einwohnern, einer Grundschule, einem Kindergarten und einer Sparkasse. Genau diese Bank hatte ein Räuber im Visier, der außerordentlich kaltschnäuzig und berechnend zu Werke ging. Die Kripo vermutet, dass der Mann nicht zum ersten Mal zugeschlagen hat ...

Am Mittwoch, den 26. Juli 2007, schlägt der Täter zu. Gegen 11 Uhr überfällt er hinterrücks eine Kundin der Bank und bedroht sie mit einer Waffe. Mit der Geisel tritt der Täter eine Tür ein und verschafft sich Zutritt zum Kassenbereich. Der Tresor der Bank ist mit einer Zeitschaltuhr gesichert. Nervös wartet der Täter, bis die Angestellten den Tresor öffnen können. Dann flüchtet er mit dem Auto einer Kundin, das er am Ortsrand von Simmertal an einem Parkplatz abstellte.

Täterbeschreibung:
Der Mann ist 1,75 bis 1,90 m groß, sportlich, welliges, nackenlanges, dunkles, gegeltes Haar, gebräuntes Gesicht, Dreitagebart. Er spricht Hochdeutsch ohne regionale Färbung.

Während der Tat am 26. Juli 2007 war er mit einer Sonnenbrille und einem Tuch maskiert. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Motorradschal der Marke Hein-Gericke.

Ermittlungsfragen:
Wer kennt einen Mann, auf den die Beschreibung zutrifft und der dem Phantombild ähnlich sieht?
Wer hat beobachtet, wie der Täter auf einem Parkplatz am Ortsrand von Simmertal das Fluchtfahrzeug verlassen hat und eventuell umgestiegen ist?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Mainz, Telefon (06131) 65 38 24

Fahndung

Erst charmant, dann eiskalt - Räuberin überfällt Juweliergeschäft in Böblingen

Der Inhaber eines Juweliergeschäfts in Böblingen wähnte die ideale Käuferin gefunden zu haben. Die Kundin scheint äußerst nett und gibt an, für den Ring ihrer Träume auch einen größeren Batzen Geld ausgeben zu wollen. Und so lässt sich der Geschäftsinhaber schließlich dazu überreden, einen extra für seine Ehefrau gefertigten Ring an die Kundin zu verkaufen. Aber dann zeigte die charmante Dame ihr wahres Gesicht ...

Am 11. Januar 2007, gegen 10 Uhr, betritt eine gepflegt wirkende Frau ein türkisches Juweliergeschäft in Böblingen. Die Kundin ist auf der Suche nach einem besonderen Ring - und findet ihn schließlich in dem Laden. Doch als es ans Bezahlen geht, zieht die Täterin eine Pistole aus ihrer Handtasche. Mit ihrem Lieblingsring und weiteren Schmuckstücken flüchtet die Frau wenig später aus dem Laden.

Täterbeschreibung:
Die Täterin war etwa 45 Jahre alt, 1,70 m groß, gepflegt, hatte blonde, schulterlange Haare (möglicherweise eine Perücke) und trug einen dunklen, knielangen Mantel und eine Rock. Dazu trug sie hochwertigen silberfarbenen Schmuck (Ohrringe und einen Ring).

Geraubte Gegenstände:
Geschwungener, besonders wertvoller Ring aus Gelb- und Weißgold mit einem Brillanten mit über einem Karat.

Der Großteil der Beute sind so genannte Ringrohlingen, die zur Weiterverarbeitung durch Juweliere gedacht sind und in denen sich noch keine Steine befinden. Die erbeuteten Ringe sind überwiegend aus Weiß- und Gelbgold und stammen überwiegend aus der Türkei, von der Firma "Resital". Der Namenszug der Firma ist bei vielen geraubten Ringen auf der Innenseite eingraviert.

Ermittlungsfragen:
Wo sind Ringrohlinge mit diesem Schriftzug nach dem Überfall am 11. Januar 2007 in größeren Stückzahlen aufgefallen oder vielleicht sogar angeboten worden?

Zuständig: Kripo Böblingen, Telefon (07031) 13 22 22

Fahndung

Bankraubserie in Köln - Unbekannte schlugen schon drei Mal zu

Drei Banküberfälle innerhalb von vier Monaten sollen mehrere Unbekannte verübt haben, nach denen die Kripo Köln fahndet. Der bislang letzte Überfall ereignete sich am 26. Oktober 2006. Bei allen Taten waren die Räuber unmaskiert und gingen äußerst brutal vor. Sie verletzten Bankkunden und Passanten und flüchteten dann mit einem kurz zuvor gestohlenen Fiat Uno. In zwei Fällen gibt es Fotos aus der Überwachungskamera.

Personenbeschreibungen:
Bei ihrem Überfall am 6. Juli 2006 traten die Männer zu dritt auf. Einer der Tatverdächtigen in diesem Fall war ca. 40-50 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß. Er hatte graumeliertes, kurzes Haar und eine kräftige, untersetzte Figur. Vermutlich ist er Südländer.

Bei den anderen beiden Überfällen waren die Männer zu zweit. Der mutmaßliche Haupttäter ist ebenfalls wahrscheinlich Südländer, ca. 45 - 55 Jahre alt, etwa 1,70-1,73 Meter groß, hagere Statur, eingefallene Wangen, Schnäuzer. Bei einem Überfall trug er eine Brille.


Der dritte Tatverdächtige ist 40 -50 Jahre alt, 1,65-1,70 Meter groß, untersetzte Figur, Brille. Beim Überfall am 6. Juli trug er ein rotes Fußballshirt und einen schwarz-rot-gelben Hut. Vermutlich ebenfalls Südländer. Beim Überfall am 22. September war er mit einem auffallend roten Overall mit gelber Schulterpartie und Basecap bekleidet.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Festnahme der Gesuchten führen, ist eine Belohnung von insgesamt 4.500 Euro ausgesetzt.


Zuständig: Kripo Köln, Telefon (0221) 22 90

Fahndung

Mörder lauert im Gebüsch - Wer tötete Ingeborg Töpfer im Neusser Wald?

Der Unbekannte wartete im Gebüsch - maskiert, bewaffnet und zu allem bereit. Dann sprang er plötzlich heraus und schlug mehrfach auf die 66-jährige Ingeborg Töpfer ein. Ihre 27-jährige Tochter und der ein Jahr alte Enkel konnten geschockt entkommen.

Düsseldorf, 6. September 2005, gegen 16 Uhr: An einem strahlend schönen Herbsttag geht eine Rentnerin mit ihrer Tochter und dem ein Jahr alten Enkel in einem Naherholungsgebiet in Neuss-Norf spazieren. Sie wollen Holunder sammeln. Doch als sie an einem Gebüsch vorbeikommen, springt plötzlich ein maskierter Mann heraus und schlägt mit einem länglichen Gegenstand mehrfach brutal auf die 66-Jährige ein. Dann durchwühlt er ihre Handtasche. Als er bemerkt, dass ihn die Tochter des Opfers beobachtet, flüchtet er ohne Beute. Die Rentnerin bleibt schwer verletzt am Boden liegen.
Erst nach einiger Zeit gelingt es der Tochter, Hilfe zu holen.
Als sie mit den Rettungskräften zum Tatort zurückkommt,
ist ihrer Mutter nicht mehr zu helfen.

Täterbeschreibung:
Der Gesuchte ist ca. 1,85 m groß, kräftige Statur. Er trug während der Tat eine schwarze Maske aus Stoff, dunkle Oberbekleidung, eine schwarze Stoffhose und weiße Sportschuhe mit dunklen Streifen.

Ermittlungsfragen:
Der Unbekannte hatte die Tat vorbereitet. Irgendwann vor dem 5. September 2005, 16 Uhr, hatte er sich im Gebüsch in der Nähe des späteren Tatorts ein Versteck aus Ästen und Blättern gebaut. Wer hat gesehen, wie der Täter dieses Versteck gebaut hat?
Wer hat gesehen, wie der Täter den späteren Tatort ausgekundschaftet hat?
Wer hat generell am 6. September 2005 in der Nähe des Tatortes verdächtige Beobachtungen gemacht, die mit der Tat zusammenhängen könnten?

Bis heute kennt die Polizei nicht die Tatwaffe, mit dem die Rentnerin erschlagen wurde. Es handelt sich um einen runden, länglichen Gegenstand. Welcher Anwohner hat in seinem Garten nahe dem Waldgebiet in Neuss-Norf ein mögliches Tatwerkzeug, eventuell mit Blutspuren, gefunden?
Wer kennt Freunde oder Bekannte von Ingeborg Töpfer, die nähere Angaben über ihr Privatleben machen können?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 1.500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Düsseldorf, Telefon (0211) 87 00


Fahndung

Unfassbarer Mord bei Rostock - Täter überfällt Mutter und fünfjährigen Sohn im Wald

Christin Malchow wird von ihren Freunden als freundlich, sympathisch und sanft beschrieben. Die 35-Jährige ist Krankenschwester und kümmert sich tagtäglich im Uniklinikum Rostock um todkranke Patienten. Doch dann, am 18. Juli 2007, wird sie Opfer eines brutalen Verbrechens. Warum die 35-Jährige sterben musste, ist bis heute unklar ...

Am 18. Juli 2007 holt Christin Malchow ihren fünfjährigen Sohn mit dem Fahrrad vom Kindergarten in Biendorf ab. Auf dem Nachhauseweg ins wenige Kilometer entfernte Sandhagen nehmen Mutter und Sohn eine Abkürzung durch ein einsames Waldgebiet, in das sie gegen 15.30 Uhr einbiegen.
Eine Viertelstunde später trifft ein Zeuge den fünfjährigen Sohn von Christin Malchow allein im Wald. Das Kind sitzt mit schweren Kopfverletzungen apathisch auf einem Feldweg und ist kaum ansprechbar.
Kurz darauf findet die Polizei Christin Malchow. Die 35-Jährige liegt schwer verletzt im Wald und stirbt wenig später an ihren Verletzungen.

Tatort:
Der Tatort liegt in einem Urlaubsgebiet an der Ostsee, zwischen Wismar und Rostock.

Christin Malchow fuhr mit ihrem Sohn von Biendorf in Richtung Körchow. Sie wollte weiter zu ihrem Wohnort Sandhagen. Auf einem Waldweg dazwischen geschah die Tat.

Gesuchter Zeuge:
Am 18. Juli 2007 wurde in der Nähe des Tatorts, in Körchow, ein Mann gesehen, der mit seinem Fahrrad Richtung Biendorf fuhr. Dieser Mann könnte ein wichtiger Zeuge der Tat sein und wird dringend aufgefordert, sich an die Polizei zu wenden. Er soll 20 bis 35 Jahre alt sein und dunkles, schulterlanges Haar haben, das er wahrscheinlich zu einem Zopf gebunden hatte. Er hatte einen blauen Rucksack und fuhr auf einem Herrenrad mit Gepäckträger.

Ermittlungsfragen:
Wer hat am 18. Juli 2007 an der Ostsee Urlaub gemacht und Beobachtungen gemacht, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten?
Wer war am Tattag in dem Gebiet unterwegs und hat etwas Wichtiges gesehen

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Rostock, Telefon (0381) 65 22 24


Fahndung

"Ich habe nur noch eine große Leere" - Blackout nach Überfall in Bonn

Das Opfer - ein IT-Berater - wurde schwer verletzt. Er erlitt Rippenbrüche und ein Lungenflügel kollabierte. Massive Schläge auf den Kopf lösten bei dem 62-Jährigen außerdem eine Amnesie aus, die seit der Tat anhält. Bis heute kann sich der Mann nur bruchstückhaft an die Geschehnisse des Abends erinnern.

Freitag, 16. Februar 2007. Nach einer anstrengenden Woche möchte sich ein IT-Berater aus Bonn zu Hause entspannen. Doch dann klingelt es an der Tür. Ahnungslos öffnet der 62-Jährigen zwei Räubern die Tür. Die Männer dringen in die Wohnung ein und überwältigen ihr Opfer auf brutalste Art und Weise. Sie rauben mehrere hundert Euro, zwei Bankkarten und eine Armbanduhr. Dann passiert etwas, an das sich das Opfer aufgrund der schweren Kopfverletzungen nicht mehr erinnern kann. Fest steht nur: Die beiden Räuber verlassen plötzlich Hals über Kopf die Wohnung. Die Polizei glaubt, dass die Männer während der Tat gestört wurden.

Geraubte Gegenstände:
Bei der geraubten Uhr handelt es sich um ein spezielles Stück, das in den Jahren 1987 und 2007 insgesamt nur 180 Mal hergestellt wurde. Es ist ein Sondermodell von Longines, Typ "Charles Lindbergh" in Gelbgold, eine so genannte Stundenwinkeluhr.

Die Uhr hat zwei Besonderheiten:
Aufklappbarer Deckel auf der Rückseite, so dass man direkt ins Uhrwerk sehen kann.

Am Armband wurde die kleine Lederschlaufe an der Schnalle durch eine aus Gold ersetzt, darauf eingraviert die Buchstaben "B" und "U".

Gesuchter Zeuge:
Ende Februar meldete sich bei der Longines-Vertretung in Eschborn ein Mann, dem die geraubte Uhr angeboten worden sein soll. Er kannte die Individualnummer der Uhr und wollte wissen, was sie wert sei bzw. ob sie gestohlen sei. Die Angestellten baten den Mann, später noch einmal anzurufen, was er allerdings nicht tat. Jetzt bittet die Polizei Bonn diesen Mann dringend, sich bei ihr zu melden.

Zuständig: Kripo Bonn, Telefon (0228) 15 0


Fahndung

Mord in einer Modeboutique - Täter erbeutet kaum mehr als 50 Euro

Für die Kripo wirft dieser Fall viele Fragen auf: Warum tötete der Unbekannte die Ladenbesitzerin mit solcher Brutalität? Hatte ihr Mörder es wirklich auf das Geld abgesehen - oder gibt es ein anderes Motiv?

Am Samstag, den 24. Juni 2006 wird die Boutiquebesitzerin Elke Bayer in ihrem Geschäft in Schildow nahe Berlin brutal ermordet. Ihr Mörder betritt vermutlich wenige Minuten vor Ladenschluss die Modeboutique - zwischen 13.30 und 14.30 Uhr. Er schlägt der 44-Jährigen mit einem stumpfen Gegenstand mehrmals auf den Kopf, dann räumt er die Ladenkasse aus. Bevor er flüchtet, entwendet er aus der Handtasche seines Opfers eine Geldbörse und einen Schlüsselbund.

Als die Tür der Boutique eine halbe Stunde nach Ladenschluss noch immer nicht verschlossen ist, wird automatisch ein privater Wachservice alarmiert. Der informiert den Ehemann des Opfers, der seine schwer verletzte Frau findet. Im Krankenhaus stirbt Elke Bayer schließlich an ihren schweren Kopfverletzungen.

Die Polizei verfolgt zwei Theorien: Zum einen könnte es sich um einen Raubmord handeln. Dann vermutete der Täter wohl mehr Geld in der Kasse. Zum anderen könnte es sich aber auch um eine Beziehungstat handeln. Dafür spricht die besondere Brutalität, die der Täter an den Tag legte.

Erbeutete Gegenstände:
- Geldbörse der Marke "MARC CAIN" aus schwarzem Leder, 13 mal 10 Zentimeter groß, umlaufender Reißverschluss. Darin: Personalausweis von Elke Bayer, ihr Führerschein, zwei EC-Karten der Mittelbrandenburgischen Sparkasse und die Zulassung für einen BMW der 1er Reihe.

- Schlüsselbund in rotem Etui. Besonders markant: 7 Zentimeter langer Doppelbart-Schlüssel mit Einprägung "Kromer Novum A 14364".

Gesuchte Zeugen:
Die Polizei sucht zwei Männer, die wichtige Zeugen sein könnten. Sie waren zur Tatzeit in der Hauptstraße von Schildow, in der Nähe des Tatorts, und haben sich Schaufenster angeschaut. Sie wurden dabei von einem Fahrradhändler beobachtet.

- Einer der Männer war 30 - 35 Jahre alt, 1,75 - 1,80 m groß, sportlich, helle Augen, kurzes glattes, hellblondes Haar mit Seitenscheitel. Er trug eine dunkelblaue Stoffhose und ein grün-blau-orange gestreiftes Hemd.

- Der andere Mann war ca. 30 - 35 Jahre alt, ca. 1,80 m groß, schlank, dunkle Augen, kurzes dunkles Haar mit Stirnglatze. Er trug einen dunklen Anzug.

Ermittlungsfragen:
- Wer kennt Personen aus dem Umfeld von Elke Bayer, mit denen die Polizei noch nicht gesprochen hat?
- Wer weiß etwas über den Verbleib der geraubten Gegenstände?
- Wer kann Hinweise auf die gesuchten Zeugen geben?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ist eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Potsdam, Telefon (0700) 33 33 03 31

Fahndung

Doppelmörder in Lissabon getürmt

Schwerverbrecher Franz flieht vielleicht nach Deutschland

Dortmund/Lissabon - Der kurz vor seiner Auslieferung aus einem Gefängnis in Portugal geflohene Doppelmörder Norman Volker Franz ist möglicherweise auf dem Weg nach Deutschland. "Ich kann mir vorstellen, daß er in die Hölle des Löwen geht, nach Dortmund", sagte der zuständige Dortmunder Oberstaatsanwalt Günter Rüter am Freitag auf Anfrage. Der 29jährige Schwerverbrecher war nach Auskunft eines Behördensprechers in Lissabon bereits am Dienstag nacht aus einer Haftanstalt in Lissabon entkommen. Über die Umstände der Flucht wollte er keine Angaben machen.

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Norman Franz (l.) und seine Frau Sandra wurden von portugiesischen Fahndern geschnappt.und sollten nach Deutschland ausgeliefert werden.

Franz wird weltweit mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er gilt als einer der gefährlichsten Verbrecher Deutschlands. Ihm wird unter anderem die Ermordung von drei Wachmännern in Halle und Weimar im Jahr 1997 zur Last gelegt. Nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Rüter ist nicht auszuschließen, daß Franz auf seiner Flucht Geiseln zu nehmen versucht, um seine in Portugal inhaftierte Frau Sandra freizupressen. Die 22jährige sitzt in einem Gefängnis in Odemira, rund 130 Kilometer südlich von Lissabon.

"Die Polizei im ganzen Land ist in die Fahndung eingeschaltet", sagte der portugiesische Behördensprecher. Oberstaatsanwalt Rüter erklärte, daß die Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften des südeuropäischen Landes gut funktioniere. "Der große Fahndungsdruck führt hoffentlich bald dazu, daß Franz einen Fehler macht", sagte der Anklagevertreter. Der Schwerverbrecher sei vermutlich bewaffnet. Er gelte als "skrupellos, brutal, gefährlich".

Zwist um Auslieferung

Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Justizministeriums bestätigte, daß es Zwist um die Auslieferung des Paares gegeben habe, das Ende Oktober 1998 in Portugal gefaßt worden war. Das südeuropäische Land habe Probleme mit der Überstellung von Schwerverbrechern, wenn diesen eine lebenslängliche Freiheitsstrafe drohe. In Verhandlungen hätten Bundesjustizministerium und Auswärtiges Amt jedoch vor rund zwei Wochen erreicht, daß das höchste portugiesische Gericht der Auslieferung zugestimmt habe. Mit der Rückkehr des Schwerverbrechers nach Deutschland sei noch in dieser Woche zu rechnen gewesen.

Überfall in Bonnie-and-Clyde-Manier

Der Flüchtige hatte bereits im Mai 1995 in einem Bandenkrieg in Dortmund ein Auto in die Luft gesprengt. Dabei starben zwei Männer, ein dritter wurde lebensgefährlich verletzt. Im März 1996 verurteilte ihn die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Dortmund zu lebenslänglicher Haft. Rund ein Jahr später gelang Franz eine filmreife Flucht aus der Justizvollzugsanstalt Hagen. Er sagte während eines Schichtwechsels der für ihn zuständigen Wachmänner die Gitter seines Zellenfensters durch, kletterte an Stricken auf das Dach des Gefängnisses und hangelte sich an einem Regenrohr in die Freiheit.

Wenige Tage später wurde in Weimar bei einem Überfall auf die Dresdner Bank ein 54jähriger Wachmann getötet. Der Mord wird Franz und seiner 22jährigen Ehefrau zur Last gelegt, die bis dahin als unbescholten galt. Ende Juli 1997 sollen der Gesuchte und seine Frau in Bonnie-und-Clyde-Manier vor dem Metro-Großmarkt in Halle zwei Wachmänner erschossen haben. Bei den Überfällen soll das Paar rund 500.000 Mark erbeutet haben. Nach einer Flucht quer durch Europa war das Duo der Polizei rund 16 Monate später im Ferienort Albufeira an der Algarve ins Netz gegangen. Dort waren sie in das Immobiliengeschäft eingestiegen.

Zuständig: jede Polizeidienststelle

Fahndung

Fehlgeschlagener Plan - Räuber bauen Bombe aus Eieruhr

Nach einem Überfall auf einen Supermarkt in Bochum-Wattenscheid wollen die Täter äußerst gründlich sein. Mit einer selbst gebastelten Bombe sollen alle verräterischen Spuren im Fluchtfahrzeug beseitigt werden. Doch der Plan schlägt fehl - Eiseskälte setzt der Bombe zu und macht den Tätern einen Strich durch die Rechnung ...

Am 27. Dezember 2006, gegen 8.15 Uhr morgens, wird ein Supermarkt in Bochum-Wattenscheid von zwei Tätern überfallen. Die Männer stürmen den Tresorraum des Geschäfts und können anschließend flüchten.

Zwei Stunden später findet ein Spaziergänger das Fluchtfahrzeug der Täter. Es steht gut versteckt unter einem Tarnnetz in einem Waldstück bei Bochum - rund vier Kilometer vom Tatort entfernt. Der Zeuge hat Glück. Im Inneren tickt eine selbst gebastelte Bombe. Doch der Zeuge hat Glück. Aufgrund der Kälte versagt die Batterie. Die Bombe zündet nicht.

Zurückgelassene Gegenstände:
Roter Passat Kombi, gestohlen zwischen dem 19.und 21.

Dezember 2006 aus einer Tiefgarage im Hagener Stadtteil Helfe, Pappelstraße. Gefunden wurde das Auto in einem Waldstück im Dreieck Essen, Gelsenkirchen und Bochum, in der Nähe des Umspannwerk Eiberg.

Tarnnetz, wahrscheinlich militärischer Herkunft. Kann z.B. in einem Jagdgeschäft erworben worden sein.

Zwei Säcke "Bergwiesenheu" der Firma Fressnapf. Das Heu wurde im Fluchtauto ausgestreut und sollte den Brand verstärken.

Ermittlungsfragen:
Wer kann Angaben zum Diebstahl des roten Passat Kombi bzw. zum Fluchtwagen selbst machen?
Wer hat die Täter in der Nähe des Umspannwerks Eiberg - zum Beispiel beim Umsteigen in ein anderes Auto - gesehen?
Wer hat solche Säcke "Bergwiesenheu" in Kombination mit einem roten Passat Kombi oder einem Tarnnetz gesehen?
Da die Bombe nicht explodierte, könnte es zum Streit unter den Tätern gekommen sein. Wer hat davon etwas mitbekommen?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 1.500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Hagen, Telefon (02331) 98 62 06 6

Fahndung

Raubüberfall im Erholungsgebiet - Mann überfällt Bank im Simmertal

Simmertal im westlichen Rheinland-Pfalz ist ein kleiner Ort mit 2000 Einwohnern, einer Grundschule, einem Kindergarten und einer Sparkasse. Genau diese Bank hatte ein Räuber im Visier, der außerordentlich kaltschnäuzig und berechnend zu Werke ging. Die Kripo vermutet, dass der Mann nicht zum ersten Mal zugeschlagen hat ...

Am Mittwoch, den 26. Juli 2007, schlägt der Täter zu. Gegen 11 Uhr überfällt er hinterrücks eine Kundin der Bank und bedroht sie mit einer Waffe. Mit der Geisel tritt der Täter eine Tür ein und verschafft sich Zutritt zum Kassenbereich. Der Tresor der Bank ist mit einer Zeitschaltuhr gesichert. Nervös wartet der Täter, bis die Angestellten den Tresor öffnen können. Dann flüchtet er mit dem Auto einer Kundin, das er am Ortsrand von Simmertal an einem Parkplatz abstellte.

Täterbeschreibung:
Der Mann ist 1,75 bis 1,90 m groß, sportlich, welliges, nackenlanges, dunkles, gegeltes Haar, gebräuntes Gesicht, Dreitagebart. Er spricht Hochdeutsch ohne regionale Färbung.

Während der Tat am 26. Juli 2007 war er mit einer Sonnenbrille und einem Tuch maskiert. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Motorradschal der Marke Hein-Gericke.

Ermittlungsfragen:
Wer kennt einen Mann, auf den die Beschreibung zutrifft und der dem Phantombild ähnlich sieht?
Wer hat beobachtet, wie der Täter auf einem Parkplatz am Ortsrand von Simmertal das Fluchtfahrzeug verlassen hat und eventuell umgestiegen ist?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Mainz, Telefon (06131) 65 38 24

Fahndung

XY-Update: 17 Banküberfälle - Führt Tasche auf die Spur der Serien-Räuber?

Eine Bankraubserie, die vor fast 13 Jahren ihren Anfang nahm. Zwei Männer raubten im April 1995 eine Sparkasse in Karlsruhe aus. Schon bald folgten weitere Überfälle. Insgesamt sollen 17 Taten auf das Konto der gesuchten Bande gehen. Bisher haben die Täter über 1,5 Millionen Euro erbeutet.

Fast alle Tatorte lagen zwischen Karlsruhe und Mannheim. Da die Bande immer wieder in wechselnder Besetzung auftritt, weiß die Polizei bis heute nicht, wie viele Täter tatsächlich für die Bankraubserie verantwortlich sind. Es muss sich jedoch um eine Frau und mindestens zwei Männer handeln. Der letzte Überfall fand am 24. Oktober 2007 statt, wieder in einer Bank in Karlsruhe. Wie bei zahlreichen Überfällen zuvor entstanden auch dabei Aufnahmen der Überwachungskamera.

Übersicht der bisherigen Taten:

  • Karlsruhe, 13.04.1995
  • Phillipsburg, 27.10.1995
  • Hockenheim, 02.02.1996
  • Speyer, 09.02.1996
  • Wiesloch, 15.03.1996
  • Wiesloch, 04.07.1996
  • Hockenheim, 23.04.1997
  • Germersheim-Kandel, 12.08.1998
  • Frankenthal, 04.01.1999
  • Hockenheim, 22.10.1999
  • Karlsruhe, 07.12.2000
  • Karlsruhe, 13.06.2002
  • Wiesloch, 24.10.2002
  • Wiesloch, 28.01.2004
  • Wiesloch, 22.03.2005
  • Karlsruhe, 26.10.2006
  • Karlsruhe, 24.10.2007

Personenbeschreibung:
Der Überfall am 24. Oktober 2007 wurde von einem Mann und einer Frau verübt. Der männliche Täter hatte sich notdürftig mit einer Kopfbedeckung maskiert. Er ist etwa 35 bis 50 Jahre alt, ca. 1,75 m groß, dunkle, kurze Haare. Er hat eine kräftige Figur. Bei den meisten Überfällen trug er eine Perücke. Eventuell trägt er ohne Perücke eine ähnliche Frisur wie auf der Fotomontage rechts.


Seine Komplizin dürfte etwa 30 bis 40 Jahre alt sein. Sie ist etwa 1,62 m groß und schlank. Bei einem Überfall im Jahr 2005 hatte die Frau lange blonde Haare. Am 24. Oktober 2007 hatte sie eine auffällige Tasche dabei.

Die Tasche ist von der Marke Reisenthel, Modell "Shopper", mit grau-weißem Design, Größe L, das Muster heißt "Grafic". Ermittlungen der Polizei ergaben: Diese Tasche wurde erst seit Mitte September 2007 bundesweit vertrieben. Zur Tatzeit waren gerade einmal 500 Stück verkauft.


Ermittlungsfragen:

Wer erkennt die Personen auf den Fotos? Wer kennt eine Frau, die der Räuberin ähnlich sieht und zumindest im Oktober 2007 eine Tasche wie auf dem Foto besessen hat?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Bankraubserie und zur Festnahme der Gesuchten führen, sind Belohnungen von insgesamt 25.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Karlsruhe, Telefon 0721 - 93 93

Fahndung

Kölner Prostituierte verschwindet in Zürich - Was geschah mit Angela Yanez?

Angela Yanez stammt aus Köln-Overath. Die 20-Jährige verdient ihr Geld als Prostituierte. Im Juli 2007 kommt sie mit ihrem Verlobten nach Zürich. Dort verschwindet sie am Sonntag, 29. Juli 2007, spurlos.

Die Kapo Zürich bitte um Mithilfe bei der Suche nach der vermissten Angela Yanez. Die 20-jährige Prostituierte war zusammen mit ihrem Verlobten und dessen Schwester nach Zürich gefahren, um dort als Prostituierte zu arbeiten. Dort hielt sie sich abends am Sihlquai auf. Zu ihrer Sicherheit schickte Angela Yanez ihrem Verlobten immer eine SMS mit Angaben über den jeweiligen Freier. Am 29. Juli 2007 steigt sie gegen 3.30 Uhr in ein Auto und fährt mit. Danach fehlt von ihr jede Spur.

Personenbeschreibung:
Angela Yanez, die sich bei der Arbeit auch Celina nannte, ist 20 Jahre alt, 1,56 m groß, zierliche Figur. Sie hat braune, schulterlange Haare, braune Augen und spricht Hochdeutsch. Sie trug einen weißen Minirock aus dünnem Jeansstoff, ein weißes Spaghettitop, eine beigefarbene Sommerjacke mit Gürtel und rosa/beigefarbene Pantoletten.

Verschwundene Gegenstände:
Verschwunden ist auch die Stoff-Handtasche von Angela Yanez. Sie ist grau-silber, mit aufgedrucktem Logo DD und zwei ringförmigen Handgriffen. Darin waren Papiere von Angela Yanez, ihr Schlüsselbund, ihr Geldbeutel und ihr Handy (Samsung SGH-D 600, schwarz).

Ermittlungsfragen:
Wer hat Angela Yanez gesehen bzw. kann etwas über ihren Verbleib sagen? Wer hat die verschwundenen Gegenstände gesehen?

Zuständig: Kantonspolizei Zürich, Telefon (0041) 44 247 22 11



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