Prozess: Polizistengattin soll Mann erschlagen und zerstückelt haben
Augsburg (ddp-bay). Weil sie ihren Mann erschlagen und zerstückelt haben soll, muss sich eine 34-jährige Frau aus Westerringen ab heute vor dem Landgericht Augsburg verantworten. Laut Staatsanwaltschaft soll sie aus Eifersucht und wegen Geldsorgen ihren schlafenden Mann mit einem metallenen Zaunstück getötet haben.Anschließend soll sie ihm - offenbar für einen leichteren Transport - die Beine abgetrennt und ihn in einem Graben versteckt haben. Ein Spaziergänger mit Hund fand die Leiche dort. Die beiden zwei und fünf Jahre alten Kinder des Paares bekamen von der Tat nichts mit.
Das Motiv sehen die Ermittler im privaten Bereich. Die Frau habe wohl sogar die eigenen Kontoauszüge gefälscht, um ihren Mann, der als Polizist arbeitete, über die schlimme finanzielle Situation zu täuschen. Zu den wirtschaftlichen Problemen kam auch noch ein Beziehungsstreit. Die Polizisten-Gattin hatte durch die SMS-Kontakte ihres Mannes mitbekommen, dass dieser eine außereheliche Beziehung unterhielt. Am 23. Januar 2009 schlug sie laut Anklage so oft mit dem 75 Zentimeter langen Zaunteil zu, bis ihr Mann starb. Die Staatsanwaltschaft sieht die typischen Mordmerkmale - niedrige Beweggründe und Heimtücke - als gegeben an, daher die Anklage wegen Mordes.