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16.11.2009


KARLSRUHE


Mutter bestialisch totgeprügelt  -  Söhne weinen vor Gericht


Tränen vor Gericht und eine schreckliche Tat: Wegen Mordes an ihrer eigenen Mutter stehen seit Montag zwei Brüder vor dem Landgericht Karlsruhe. Ende März sollen sie die 51- Jährige zu Tode getreten und geprügelt haben. Die schrecklich zugerichtete Frau hatte während der halbstündigen Prügelorgie schwerste Verletzungen an Kopf und Brust davongetragen. Die beiden 20 und 21 Jahre alten Männer weinten während der ersten Minuten der Verhandlung immer wieder. Der Richter musste nach Verlesung der Anklage kurz unterbrechen, bis sich die beiden wieder gefangen hatten. Mitangeklagt wegen Beihilfe ist ein 21 Jahre alter Freund, der die beiden angefeuert und der Tat zugeschaut hatte. Grund für die Bluttat laut Anklage: Die Mutter habe ihren drogen- und alkoholabhängigen Söhnen nicht genug Respekt entgegengebracht.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft wiegen schwer: Die Frau erlitt schwerste Verletzungen, unter anderem einen Leberriss, einen Nasen-, Kehlkopf- und Jochbeinbruch, mehrere Rippenbrüche und zahllose schwere Prellungen, Quetschungen und Schürfwunden. Um ihre lauten Schmerzensschreie zu übertönen, hatte der dritte Mitangeklagte die Musik extra lauter gestellt. Statt der Frau zu helfen, schaute er zu und feuerte die Brüder an, ihrer Mutter „eine Lektion zu erteilen“.

Die gepflegt wirkenden Brüder, Söhne einer Deutschen und eines US- Soldaten, berichteten von einer Kindheit voller Umzüge zwischen Deutschland und den USA. Trotz durchaus vorhandener Fähigkeiten - einer der beiden zweisprachig aufgewachsenen Männer besuchte kurzzeitig auch das Gymnasium - schafften beide keine Ausbildung, tranken stattdessen und nahmen Drogen. Der jüngere Bruder wurde immer wieder straffällig und ist außer wegen Mordes auch wegen zahlreicher Gewaltdelikte wie gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Derzeit verbüßt er noch eine Jugendstrafe.

Wochen vor der Tat habe er mehr und mehr getrunken, sagte der Ältere aus. Zuletzt habe er mehrere Flaschen Bier und eine halbe Flasche Whisky am Tag getrunken. Auch am Abend vor der Tat wollten die drei Männer „Party“ machen. Als es zum Streit mit der Mutter in der gemeinsamen Wohnung kam, entgleiste die „Party“. Die Männer prügelten eine halbe Stunde auf die wehrlose Frau ein. Dann ließen sie die Sterbende im Schlafzimmer zurück und gingen in einen anderen Raum. Die Mutter erstickte an ihrem eigenen Blut.

Quellen: - Mainpost




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